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Dies ist die Geschichte von sucodo...

Es begann alles im Jahr 2010, als ein Freund krank wurde und eine Hausarbeit für einen Universitätskurs nicht fertigstellen konnte. Tja, die Beauftragung eines Ghostwriters löste das Problem zunächst, aber die gelieferte Arbeit erschien uns verdächtig. Wir suchten nach Plagiat-Finder-Software, welche wenigstens ansatzweise die Privatsphäre der Nutzer respektiert. Wir konnten keine finden! Also schrieb ich in drei Nächten selbst ein kleines Tool, um die Arbeit zu analysieren. Damit konnte ich feststellen, dass fast die Hälfte des Textes aus direkten Kopien aus dem Internet bestand.

Aufgrund dieses "frühen Erfolgs" beschloss ich, weiter an dem Prototypen zu arbeiten und es der Öffentlichkeit als Open-Source zur Verfügung zu stellen.

Es ging durch viele Iterationen, bis im Februar 2011 die erste Version fertig war und ich sie auf sucodo.de veröffentlichen konnte. Eine Menge wertvolles Feedback von Freunden und Nutzern floss in das Design und die Benutzbarkeit von sucodo, für dass ich mich sehr bedanken möchte.

Manuel Rülke

Zeitlicher Verlauf

Juni 2010: Der erste Prototyp ist fertig. Er benutzt Google als Suchmaschine, sieht nicht sehr schön aus, produziert aber gute Resultate.

Januar 2011: Erste vorzeigbare (alpha) Version von sucodo ist fertig. Leider verschärfte Google seine ohnehin zu restriktiven Nutzungsbedingungen, sodass ich zu Microsoft bing wechsel.

Januar 2011: Alle Features, die ich für die erste Version haben wollte, sind fertig. Damit erreicht sucodo beta-Status.

Juni 2012: bing hat seine API geändert. Ich habe sucodo angepasst, dass es wieder funktioniert. Microsoft hat im gleichen Zuge angekündigt, die kostenlose Nutzun von big stark einzuschränken. So stark, dass ich es nicht mehr für sucodo nutzen kann.

Juli 2012: blekko ist die neue Suchmaschine, die von sucodo genutzt wird. Es funktioniert besser als bing und kostet erst einmal nichts. Außerdem hat sucodo in diesem Monat die Marke von 10.000 überprüften Texten überschritten.

Juni 2013: Heute habe ich die erste offizielle Version veröffentlicht, genannt "Aardvark". Wie viele andere Projekte, werde ich Tiernamen als anstelle von Release-Nummern benutzen. Dieses Release beihaltet Bugfixes. Die Änderungen sind auf github einsehbar. Mit diesem Release habe ich begonnen aufzuzeichnen, wie oft welche Phrasen untersucht werden. Dabei werden MD5-Hashes von allen Texten gespeichert. Dies ist nur eine temporäre Maßnahme, mit der geklärt werden soll, inwiefern die Erweiterung eines Caching-Systems die Leistung von Performance verbessern kann.

März 2014: Die Nutzerzahlen steigen und blekko entschied, dass die kostenlose Nutzung der Suchmaschine bei dieser Menge an zugriffen nicht mehr gerechtfertigt ist. Aus diesem Grund kann ich blekko nicht mehr als kostenlosen Webservice anbieten. Die Nutzer untersuchen durchschnittlich 200 Texte am Tag (ca. 120.000 Wörter). Das ist wirklich sehr viel und diese Nutzungsmenge würde bei jedem anderen Such-Service mehrere hundert Euro kosten. Ich sage also Danke, für den großartigen Service, den blekko stets geliefert hat.

Mai 2015: sucodo arbeitet nun wieder mit Google als Suchmaschine. Die neue Version heißt "Baboon".

August 2015: Die sucodo-Webseite hat ein technischen Update erfahren. Es ist nun wieder möglich, sucodo direkt im Browser zu starten. Es läuft dabei dennoch in einem lokalen Context um die Privatsphäre zu schützen. Die deutsche und englische Sprachversion der Webseite ist ab so fort auf zwei Domains vertreilt und benutzt damit keinen Query-Parameter mehr.

Mai 2016: sucodo funktioniert nicht mehr, da Google die Web-Search-API abgeschalten hat.